FRDY ist ein aufstrebender und junger DJ aus Weeze, der Heimat des Parookaville Festivals. Jedes Jahr begeistert er dort die Menge mit seinen energiegeladenen Sets und reißt die Menschen mit. Wir haben mit ihm zum Interview getroffen und über Parookaville, seine Auftritte und eine Person geredet, mit der er im Leben gerne für einen Tag tauschen möchte. 

Hallo FRDY! Danke, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst.
Zu aller Erst würde es uns interessieren, was dich am meisten am Parookaville Festival inspiriert?

„Am meisten gefällt mir an Parookaville die Atmosphäre. Man kommt auf ein Festival, was aufgebaut ist wie eine eigene Stadt und die Leute fühlen sich dort zusammengehörig, weil sie die Liebe zur elektronischen Musik teilen und die gleiche Musik feiern. Der komplette Vibe des Festivals inspiriert mich besonders, denn dort hilft Jeder Jedem. Ich selber bin natürlich ein paar Mal über das Festivalgelände gelaufen und da ist immer jemand der irgendwo Hilfe benötigt. Und dort wird halt direkt geholfen, was ich sehr toll finde. Die verschiedenen Musikgenres, die dort vertreten sind, faszinieren mich. Von Mainstream bis hin zu Underground ist alles dabei. Sogar Live-Musik. Dieses Jahr war Querbeat, die kölsche Brasspop Band, erstmalig am Start. Und genau das hebt sich von allen anderen Festivals ab und macht das Parookaville für mich zu etwas ganz Besonderem.“

Und wie ist es dazu gekommen, dass du Resident von diesem Festival geworden bist?

„Das ich Resident auf dem Parookaville Festival bin ist bereits vor dem ersten Jahr entschieden worden. Damals habe ich Bernd Dicks kennengelernt. Zu den Zeiten hat er noch mit Norbert Bergers und Georg Van Wickeren zusammen in Weeze die Beach Party veranstaltet. So kam es  dazu, dass es im letzten Jahr bevor das Parookaville Festival zum ersten Mal stattgefunden hat, bereits geplant war. Außerdem habe ich in dem Jahr auf der Beachparty aufgelegt und zusammen mit einem Kollegen das Closingset gespielt, da wir zu der Zeit als DJ Duo unterwegs waren. Bernd und ich haben uns direkt verstanden und sind ziemlich gute Freunde geworden. Er hat ziemlich viel Potenzial in mir gesehen und hat dementsprechend nicht lange gezögert mich zu fragen, ob ich nicht Lust habe als Resident auf dem Parookaville Festival dabei zu sein.“

Dann würden wir gerne von dir wissen mit welchen Worten du das Parookaville Festival beschreiben würdest!

„Das ist schwierig, weil es so vielfältig ist! (lacht laut) Vielfältig, schön, definitiv laut und verrückt!“

Du hast ja am Samstag auf der Mainstage vom Parookaville aufgelegt. Wie beschreibst du das Gefühl vor so vielen Menschen zu stehen? Wie können wir uns das vorstellen und wie spielt sich das Ganze hinter den Kulissen ab?

„Es sind mehrere Etappen, um das Gefühl auf der Bühne vor mehreren Tausend Menschen zu stehen, beschreiben zu können. Vor dem Gig bin ich immer super nervös und ich gehe dann immer nochmal mein Set im Kopf durch, welches ich spielen möchte. Für so große Festivals wie das Parookaville bereite ich das Grundgerüst meines Sets immer vor, sodass ich auch ein paar Tracks während meines Auftrittes frei auswähle. Das kommt aber dann auf das Publikum an. Außerdem gehe ich vor meinem Auftritt im Kopf nochmal ein paar Dinge durch wie: Was kann ich spielen, was hat der DJ vor mir gespielt und wer wird nach mir spielen. Da achte ich natürlich auch drauf. Des Weiteren muss ich oben auf der Bühne warten, bis ich dran bin. Beim Intro meines Sets komme ich aus der Hocke hoch und der erste Blick geht in die Menge. Daraufhin schaue ich mir an, was so abgeht in der Menge. Diesen Moment beschreibe ich meist als Adrenalin. Die ersten Tracks sind durch die Aufregung für mich mit Stress verbunden. Das legt sich dann aber so langsam, weil ich in den Groove reinkomme und ich fange an mit dem Publikum zusammen zu spielen. Faxen machen darf dann auch nicht fehlen (lacht laut).“

„Bernd hat ziemlich viel Potential in mir gesehen und hat dementsprechend nicht lange gezögert mich zu fragen, ob ich nicht Lust habe als Resident auf dem Parookaville Festival dabei zu sein.“

Wie verbringst du die letzten Minuten vor deinem Auftritt?

„Wie bereits gesagt, ich gehe mein Set dann vorher im Kopf nochmals durch. Meist in ruhiger Umgebung. Manchmal sitze ich aber auch mit ein paar Kollegen vorher zusammen und trinke nochmal ein Bierchen. Während des Auftrittes trinke ich meistens nichts. Ich war auch schon lange nicht mehr betrunken bei nem Gig (lacht) – Damit hab ich aufgehört, weil mich das irgendwann selber gestört hat.“

Wenn du ein Objekt auf dem Gelände platzieren dürftest, welches wäre es und warum?

„Ich würde gerne mal eine Mainstage selber designen wenn ich dürfte. Ich bezweifle zwar, dass das möglich ist, aber vielleicht kann ich ja mal bei Parookaville irgendwelche coolen Denkanstöße geben.“

Wir würden gerne von dir erfahren, mit welcher Person du gerne mal einen Tag im Leben tauschen würdest. Und warum hast du dich genau für diese Person entschieden?

„Ich würde gerne mit Martin Garrix tauschen. Einfach um zu sehen, wie stressig das wirklich ist. Das ist auf jeden Fall super stressig – das weiß ich bereits aber mich würde es interessieren wie er das Ganze packt, mit so vielen Shows hintereinander. Ob es langweilig wird oder ob er da nochmal Lust drauf hat. Genau das würde ich gerne mal erfahren oder erleben, weil so viele Auftritte, wie er in seiner Lebenslaufbahn hat, habe ich nicht. Besonders nicht mehrere Auftritte an einem Tag.“

„Die verschiedenen Musikgenres, die dort vertreten sind, faszinieren mich. Von Mainstream bis hin zu Underground ist alles dabei. Sogar Live-Musik. Dieses Jahr war sogar Querbeat, die kölsche Brasspop Band, erstmalig am Start. Und genau das hebt sich von allen anderen Festivals ab und macht das Parookaville für mich zu etwas ganz Besonderem.“

Zum Schluss möchten wir unbedingt wissen mit wem du gerne mal ein b2b Set spielen möchtest?

„Am liebsten würde ich mit Axwell ein b2b Set spielen, weil er mir von seinen Produktionen her durchgängig am Besten gefällt. Manchmal hab ich auch Phasen in denen ich verschiedene Künstler gerne höre, aber Axwell höre ich am liebsten aus der ganzen Szene. Die Sets von ihm selber sind ganz cool – natürlich auch als Axwell und Ingrosso oder Swedish House Mafia – und manchmal auch underrated, wie ich persönlich finde. Natürlich wird nur für Swedish House Mafia oder das Duo Axwell und Ingrosso Promo gemacht aber wenn sie dann alleine spielen, wie zum Beispiel auf dem Tomorrowland, dann finde ich insbesondere seine Sets mega.

Das ist ein großer Grund, warum ich gerne mit Axwell zusammen spielen würde.“

„Ich würde gerne mal mit Martin Garrix tauschen. Einfach um zu sehen, wie stressig das wirklich ist. Das ist auf jeden Fall super stressig – das weiß ich bereits aber mich würde es interessieren wie er das Ganze packt mit so vielen Shows hintereinander.“

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview mit uns genommen hast!