Vor 2 Wochen ging es für uns zum New Horizons Festival. Eines der letzten Outdoor Festivals in diesem Sommer stand somit auf dem Programm. Was wir auf dem New Horizons am Nürburgring alles erlebt haben, erfahrt ihr im nun folgenden Review.

 

Unser Weg zu New Horizons

Freitag Mittags haben wir uns auf den für uns 1 ½ Stunden langen Weg in Richtung Nürburgring mit dem Ziel New Horizons gemacht. Da das Wetter an diesem Wochenende nicht besonders pralle war, haben wir uns ungefähr 10 Minuten entfernt in einem gemütlichen Gasthaus einquartiert. Für uns eine super Lösung, die wir immer wieder so wählen würden. Nachdem wir dort eingecheckt haben, ging es auch gleich los Richtung Festivalgelände, denn der erste Tag stand an.

Am Gelände angekommen haben wir unsere Tickets am Counter gegen Bändchen eingetauscht und schon ging es los. Der Einlass ging schnell und zügig vonstatten und es gab keine langen Wartezeiten bei uns. Außerdem wurden wir schnell, aber gründlich kontrolliert.

New Horizons 2018 Gelände
Ein Überblick über das New Horizons Gelände 2018 ©Ruder

Merkwürdige Creditstafflung

Auf dem New Horizons Festival lief sämtliche Bezahlung Cashless. Dazu mussten wir unser Bändchen an einer der vielen Stationen aufladen. Dies ging sowohl mit Bargeld als auch mit EC- und Kreditkarte. Alternativ konnte man auch alle seine Getränke und Speisen direkt mit seiner Mastercard bezahlen, da das ganze Festival von Mastercard gesponsert wurde. Dafür erhielt man bei jedem Kauf einen Rabatt von jeweils 1 Euro pro Getränk und Speise. Da wir allerdings keine Mastercard besitzen, haben wir unser Bändchen über den normalen Weg aufgeladen.

Hier fanden wir merkwürdig, dass wir für 10,02 Euro 3,48 Credits bekommen haben. Ein Credit kostete somit ungefähr 2,88 Euro. Warum man nicht einfach, wie auf den meisten Festivals üblich, 10 Euro für 3,5 Credits macht, haben wir nicht verstanden. Da alle Getränke und Speisen in 0,5 Credit Schritten bezahlt wurden, haben wir auch bis zum Ende keine Verwendung für unsere 0,48 Credits gefunden.

Nach dem Festival konnten wir unser Restguthaben auf den Bändchen dann für eine kleine Bearbeitungsgebühr von 0,35 Credits wieder auszahlen lassen.

New Horizons 2018
Verhungern mussten ihr bei New Horizons definitiv nicht

Die Gastronomie bei New Horizons

An den Bars des New Horizons Festivals gab es das übliche Getränkeangebot. Ein 0,3l Bier kostete 1 Credit, 0,5l Softdrinks kosteten 2 Credits und sämtliche 0,25l Longdrinks wie Vodka-E, Jägermeister-Cola und Gin Tonic kosteten 2,5 Credits. Zudem kam zu jedem Getränk 1 Credit Pfand für die Flasche bzw. den Becher, die man bei Rückgabe an der Theke auf seinem Bändchen wieder gutgeschrieben bekam.

Natürlich mussten wir auch nicht verhungern. Von Pommes über Burger bis hin zu Hotdogs wurden wir bei New Horizons bestens versorgt. Zudem war auch McDonalds mit seinem McFlurry Stand vertreten. Wie auch schon bei Parookaville haben wir uns dort an beiden Tagen ein leckeres Eis gegönnt.

 

Mastercard Lounge auf dem Festival

Neben der Musik gab es selbstverständlich auch ein paar andere Attraktionen auf dem Festivalgelände. So hatte JPS eine große Lounge aufgebaut. Neben Zigaretten gab es dort beispielsweise auch einen Friseur, der einen für den Festivaltag perfekt vorbereitet hat. Auch Mastercard hat als Sponsor eine eigene Lounge aufgebaut, die zum Entspannen einlud und bei der es am Glücksrad verschiedene Preise zu gewinnen gab. So hatten auch wir Glück und haben 20 Euro Freiverzehr und eine Powerbank gewonnen.

Zudem gab es auf dem Gelände noch diverse Attraktionen, die man wahrnehmen konnte. So gab es einen Autoscooter und auch ein Riesenrad direkt vor der Mainstage. Von diesem aus hatte man einen perfekten Blick über das Gelände des New Horizons und natürlich auch einen tollen Blick auf die Mainstage.

New Horizons Dark District
Ein Blick auf die Hardstyle Stage, das sogenannte Dark District

6 Bühnen voller Action

Insgesamt gab es sechs Bühnen und damit durften wir sechs verschiedene Areas auf dem New Horizons Festival erkunden. Teilweise erinnerten die Designs der Stages an das letzte Jahr, aber auch die eine oder andere neue Stage gab es in diesem Jahr zu entdecken. Das Dark District war das Zuhause für alle Liebhaber des Hardstyle Genres. Die Stage erinnerte an eine alte Fabrik mit einer Vielzahl an Rohren. Die Trap Town bestand aus verschiedenen Containern und wie der Name schon verrät, lief dort hauptsächlich Trap.

Das Zirkus Erlebnis gab es im Urban Circus. Ein großes Zirkuszelt mit der passenden Deko machte die Area zur Zweitgrößten auf dem Gelände.

Die Factory 49 war ein großes rundes Zelt, das auch im Inneren rundherum kleine Emporen hatte und so für ein besonderes Ambiente sorgte. Diese Area hat uns wirklich super gefallen.

Ein weiterer Bereich war die Trancetonia Area. Die kleinste der sechs Areas wirkte ein wenig in die Mitte des Geländes gequetscht und war auch vom Optischen her nicht so schön designed. Zwischen Autoscooter und Toiletten wirkte die Stage fehl am Platz und schenkte den Besuchern nur wenig Aufmerksamkeit.

Die Mainstage war wie schon im letzten Jahr ein riesiger Halbkreis mit einem großen Kompass auf der Spitze. Im nächsten Jahr würden wir uns über ein neues und aufregendes Design freuen!

New Horizons Ceremony
Die Mainstage des New Horizons Festivals bei der Ceremony

Mit Da Tweekaz und Headhunterz in den Freitag

Unser Tag begann am Freitag mit dem Besuch von Alle Farben auf der Mainstage. Sein chilliger Sound war für uns ein guter Einstieg in das Festivalwochenende. Auf ihn folgte Dillon Francis, der auch einen festen Platz auf unserem persönlichen Timetable für den Tag hatte. Schließlich bekommt man ihn in Deutschland nicht ganz so häufig zu Gesicht.

Für unser nächstes Highlight des Tages haben wir uns auf den Weg ins Dark District zu Headhunterz gemacht. Zwar haben wir ihn in diesem Jahr schon mehrfach live gesehen, unter anderem bei seiner Soloshow in Amsterdam, aber für uns ist seine Sets immer wieder einen Besuch wert. Im Anschluss war ein Wechsel der Stage nicht nötig, denn mit Da Tweekaz stand ein weiterer unser Lieblings-Hardstyle-Acts auf der Stage. Mit ihrem unverwechselbaren Sound ein perfekter Start in die Nacht.

Zum Ende des Tages ging es für uns aber wieder zurück auf die Mainstage, denn einer der vorerst letzten Axwell & Ingrosso Auftritte stand auf unserem Line-Up. Im nächsten Jahr werden wir sie vermutlich wieder als Swedish House Mafia auf Tour erleben dürfen. Auf das schwedische Duo folgte der Mann mit der Maske, Marshmello. Mit seiner Show und seinen verrückten Visuals heizte er uns in dieser kalten Sommernacht noch mal ordentlich ein. Den Abschluss machte dann der König des Trance Genres, Armin van Buuren, höchstpersönlich. Für uns war der Tag vom Line-Up her ein super Start in das New Horizons Festival 2018.

New Horizons Marshmello
Marshmello hatte sichtlich Spaß auf dem New Horizons

Unsere Erlebnisse am Samstag

Auch den Samstag des New Horizons Festivals haben wir uns selbstverständlich nicht nehmen lassen. Unser ersten Ziel an diesem Tag war die Power Hour. Eine der Neuerungen im Vergleich zum letzten Jahr. Ein ganzes Team von DJs stand bei dieser abwechselnd hinterm DJ Pult und sorgte schon zu früher Stunde für ordentlich Stimmung vor der Stage. Eigentlich wollten wir danach einen Abstecher in die Factory49 zu Zonderling machen. Allerdings war das Zelt leider schon komplett voll, da wir wohl nicht die einzigen waren, die sich sein Set anschauen wollten.

Deshalb ging es für uns in den Urban Circus zu Mike Williams. Auf den jungen Niederländer folgte ein wie immer energiegeladenes Set von Le Shuuk, der uns unter anderem seine neue Collab mit Jebroer präsentierte, die er erst zwei Wochen zuvor auf dem Electrisize Festival mit ihm vereinbart hat.

Nach dem Auftritt von Le Shuuk machten wir uns langsam auf den Weg zurück in Richtung Mainstage. Denn dort stand, wie bereits am Tag zuvor, um 22:00 Uhr die Ceremony auf dem Programm. Dort wurden wir ein Mal, begleitet von viel Feuerwerk durch das Universum von New Horizons geführt. Auf diese 10-minütige Show folgte das Set von Timmy Trumpet. Wie üblich war in der Menge vor der Stage bei seinem Auftritt kein Halten mehr.

Allerdings hab wir uns dazu entschieden, an diesem Tag nicht dem gesamten Set von Timmy Trumpet zu lauschen, denn im Dark District stand Brennan Heart höchstpersönlich auf der Bühne und so haben wir uns auch an diesem Tag unsere Portion Hardstyle abgeholt.

Das Ende des New Horizons Festivals feierten wir dann wieder vor der Mainstage. KSHMR stand auf der Stage und nach seiner phänomenalen Live Performance bei Parookaville waren wir gespannt was und heute erwarten würde. Wir wurden nicht enttäuscht! Auf ihn folgte eine fliegende Torte, oder besser gesagt: Steve Aoki. Wie immer riss er mit seinen Tracks wie „Pretender“ die Stage noch mal komplett ab und wir können euch sagen. Ein Besuch bei seinen Sets lohnt sich immer. Für uns war dies der Abschluss unseres Besuches bei New Horizons und wir machten uns auf den Weg zurück in unser Hotel.

 

New Horizons with Dominik:

„Nachdem ich letztes Jahr bereits den Freitag auf dem New Horizons Festival verbracht habe, war ich gespannt, wie sich das Festival in diesem Jahr entwickelt hat. Die Location am Nürburgring hat mir persönlich letztes Jahr ein wenig besser gefallen, als das ganze Festival noch neben der Boxengasse stattfand. Aber das ist Geschmackssache. Line-Up technisch kann sich das Festival definitiv sehen lassen und ist in diesem Punkt einen Besuch wert. Meine persönlichen Highlights an diesem Wochenende waren Axwell Ingrosso, Timmy Trumpet und Da Tweekaz. Einzig die Tokenstafflung fand ich in diesem Jahr ein wenig unglücklich gewählt. Hier sollte man wie im letzten Jahr einfach wieder in 3,5 Credit Schritten aufladen können, damit man auch alle seine Credits verbrauchen kann.“

 

New Horizons with Hannah:

„Auch ich war sehr gespannt, wie sich das Festival in diesem Jahr entwickeln würde. In dem Punkt mit der Location aus dem vergangenen Jahr kann ich Dominik voll und ganz zustimmen, denn auch ich fand das Gelände im vergangenen Jahr besser. Außerdem war das Gelände in diesem Jahr kleiner aber auch hügeliger. Dementsprechend befand sich die Mainstage auf einem Hügel. Das Tanzen gestaltete sich vor der Mainstage wegen dem abschüssigen Boden etwas schwieriger. Das Line-Up hingegen fand ich spitzenmäßig und konnte sich definitiv sehen lassen. Meine persönlichen Highlights an diesem Wochenende waren Headhunterz, KSHMR und Axwell und Ingrosso. Die Tokenstafflung fand ich in diesem Jahr nicht gut. Im nächsten Jahr sollte man wie auch auf den anderen Festivals in 3,5 Credit Schritten aufladen können. Auch die Preise für Getränke und Essen fand ich sehr hoch. Dennoch kann ich einen Besuch auf dem New Horizons Festival empfehlen, denn das Line-Up und die Location sprechen für sich. Ich bin gespannt, was im nächsten Jahr auf uns wartet!“

 

Credits: New Horizons, Rudgr