Am Ostersamstag haben wir das erste Festival dieses Jahres besucht. Das Paaspop Festival in den Niederlanden. Was wir über den ersten Festivalbesuch sagen können und ob sich ein Besuch lohnt, lest ihr bei uns:

 

Unsere Reise zum Paaspop Festival

Am Vormittag haben wir uns auf den Weg nach Schijndel zum Paaspop Festival gemacht. Die Fahrt dahin dauerte für uns ungefähr 1 ½ Stunden. Schon während der Fahrt haben wir uns bereits Gedanken gemacht, was uns dort wohl alles erwarten wird.

In Schijndel angekommen haben wir unser Parkticket erhalten. Damit durften wir auf dem Crewparkplatz parken. Dieser befand sich auf einem großen Feld, welches direkt neben dem Festivalgelände lag. Der Parkplatz für die Besucher lag ein paar Meter weiter außerhalb. Die Preise für das Parken lagen für einen Tag bei 10 Euro sowie für das gesamte Wochenende bei 15 Euro. Positiv zu erwähnen ist, dass die Veranstalter die Erlöse aus den Parktickets jedes Jahr an einen guten Zweck spenden. Ein super Aktion wie wir finden.

Ebenfalls gab es mehrere separate Flächen für Fahrräder, da unzählige Besucher auf diesem Wege angereist sind. Hier konnte man für 1 Euro sein Fahrrad den ganzen Tag abstellen. Leider hat das Wetter an diesem Tag zwischenzeitlich nicht so mitgespielt, wie wir es uns gewünscht hätten und die Abreise gestaltete sich schwieriger. Wir sind mit dem Auto im Feld stecken geblieben. Jedoch wurden wir sofort herausgezogen und mussten nicht lange warten. Für die schlechten Wetterbedingungen kann der Veranstalter selbstverständlich nichts.

 

Minigolf spielen auf einem Festival

Am Eingang zum Festival haben wir im Pressezelt unsere Bändchen abgeholt, mit denen wir das Gelände betreten durften. Der Einlass war sehr schön gestaltet: Hier gab es unter anderem mehrere Schleusen für die verschiedenen Ticketarten. Dies sorgte dafür, dass lange Wartezeiten vermieden wurden. Zudem gingen die Sicherheitskontrollen zügig vonstatten und unsere Taschen wurden sorgfältig kontrolliert.

Auf dem Festivalgelände befand sich direkt hinter dem Eingang eine große Area mit ausreichend Lockers, damit die Besucher ihre Jacken und persönliche Dinge sicher verstauen konnten.

Zu Beginn haben wir eine Runde über das gesamte Festivalgelände gedreht. Das Gelände war wirklich groß und aufwendig gestaltet. Neben zwölf Bühnen, die sich alle in großen Zelten befanden, gab es ebenfalls eine besonders kreative Area. Dort wurde unter Anderem Minigolf, eine Silent Disco im Weltraum Design, einen Escape Room, Laser Tag und ein großes Showtheater angeboten, in dem die Besucher mitmachen konnten.

Viele Zelte waren von außen sowie von innen komplett verkleidet. So hatte man nie das Gefühl, man stehe einfach nur in einem ganz normalen Zelt. Des Weiteren waren die Bühnen auffällig und mit Liebe zum Detail designt. Sogar die Eingänge zu den Toiletten waren verkleidet. Auf dem ersten Blick haben wir gar nicht erkannt, dass es sich um die Sanitäranlagen handelt. Außerdem waren alle Zelte beheizt, was aufgrund der Jahreszeit und der Wetterumstände von Vorteil war. Zudem gab es mehrere Chill-Out Bereiche, wo man ein wenig entspannen konnte, wie beispielsweise einen Biergarten.

Paaspop Festival
Die Stardust Stage, gehostet von We are Electric

Riesige Essensauswahl auf dem Gelände

Auf dem Festivalgelände gab es einen extra Bereich, der zur Bank umfunktioniert wurde. Hier konnte man die Token zum Bezahlen erwerben. An einer Vielzahl von Automaten konnten wir für 9,50 Euro 3,5 Token kaufen. Hier war sowohl Bar- als auch Kartenzahlung möglich.

In einem der Zelte gab es einen großen Foodbereich mit allem, was unser Herz begehrte. Außerdem war in dem Zelt eine eigene Bühne aufgebaut, wo verschiedene Bands spielten. So konnten wir beim Essen gleichzeitig guter Musik lauschen. Aber das war noch nicht alles: Auf dem gesamten Gelände gab es eine Vielzahl an Foodtrucks, die ihre Spezialitäten verkauften. Hier gab es alles von Burgern, über Wraps, bis hin zu Waffeln. Eine so große Auswahl an Speisen haben wir bisher noch auf keinem Festival erlebt.

Des Weiteren hatte man an jeder Stelle auf dem Festivalgelände eine Theke in der Nähe, um sich mit Getränken einzudecken. So war in jedem Zelt mindestens eine Bar vorhanden. Die Getränkeauswahl war sehr groß. So gab es beispielsweise ein Bier und Softdrinks 0,2l für 1 Token, was ungefähr 2,70 Euro entsprach. Ein Eistee 0,4l in verschiedenen Sorten kostete 1,5 Token und ein Desperados oder Monster Energy 2 Token. Außerdem gab es noch fertige Longdrinks in Dosen, wie Jack Daniels Cola oder Bacardi Razz&Up für 2,5 Token. Zudem gab es diverse Cocktailbars an verschiedenen Stellen auf dem Gelände. Diese waren immer in Doppeldecker Bussen, in denen Musik lief. Die Fläche im Obergeschoss war immer zum Tanzen und Feiern reserviert. Alle Cocktails kosteten 3 Token.

Natürlich konnte man auf dem Paaspop Festival auch Merchandise Artikel kaufen. Diese wurden in einem großen, extra dafür errichteten, Zelt verkauft. Die Auswahl war sehr groß, denn von Hoodies und T-Shirts bis hin zu Sonnenbrillen, Armbändern und sogar Schmuck war wirklich alles dabei.  

 Hannah mit Desperadosflasche

Hannah hat ihre Desperados Flasche auf der Warehouse Stage gefunden 🙂

Dekorative Bühnen treffen auf ausgefallenes Line-Up

Wir haben uns natürlich alle Bühnen angeschaut. Wirklich alle Bühnen waren aufwendig gestaltet. Für uns beide lagen die zwei Bühnen mit elektronischer Musik im Fokus. Wir haben uns daher hauptsächlich dort aufgehalten. Bei der Stardust Bühne, welche von We Are Electric gehostet wurde, waren LED Walls an der Decke angebracht. Dies sorgte für ein außergewöhnliches Feeling.

Bei der anderen Stage, der Warehouse Stage, fühlte es sich an als würden wir uns wirklich in einem Warenhaus befinden. Das Zelt wurde in Zusammenarbeit mit Desperados designt und war von innen komplett mit Holz verkleidet. Wenn wir es nicht gewusst hätten, dann hätten wir nicht gemerkt, dass wir in einem Zelt gefeiert haben. Eine solche Kulisse hat uns schon begeistert. Wer kann behaupten, er hätte ich einem Warenhaus mit tausend anderen Menschen gefeiert?

Der Sound sowie die Lichteffekte waren super. Wir können darüber nichts Negatives erwähne.

Das Line-Up auf dem Paaspop Festival versprach viel für die Besucher: Ein bunt gemischter Mix von Pop über Rock bis hin zu elektronischer Musik. Für wirklich jeden war etwas dabei. Nachdem wir zu Beginn des Tages das gesamte Gelände erkundet haben und uns alles genauer angeschaut haben, fingen gegen Abend die Ersten, für uns interessanten, Acts an zu spielen. Zuerst haben wir uns das Set des deutsche Techno DJs Fritz Kalkbrenner angeschaut. Die Menge feierte ausgelassen auf die fröhlichen Bässe. Danach ging es für uns weiter: Lucas & Steve, das niederländische Duo, standen auf der Bühne und brachten diese zum Überkochen. Man merkte sofort, wie beliebt das Duo in Holland ist. Als nächstes haben wir uns Mr. Polska und The Partysquad angeschaut. Beide haben eine wirklich gute Show abgeliefert. Dies konnte man an der Reaktion der Menge besonders gut sehen, denn alle waren begeistert.

Zwischenzeitlich wollten wir eigentlich noch mal zu einem anderen Zelt um Fatboy Slim in Aktion zu erleben. Nachdem wir merkten, dass manche Zelte allerdings so voll waren, dass sich davor Warteschlangen bildeten, haben wir uns dagegen entschieden.

Zum Abschluss unseres Tages betrat das DJ-Duo LNY TNZ die Bühne. Mit ihrer atemberaubenden Bühnenpräsenz sowie ihrem Set begeisterten sie die Menge im Zelt. LNY TNZ waren unser persönliches Highlight des Abends. Nach Ende ihres Sets hatten wir noch die Möglichkeit uns kurz mit den beiden zu treffen. Nachdem wir uns noch ein paar Minuten unterhalten haben, ging es für uns nach einem tollen ersten Festival des Jahres wieder nach Hause.

LNY TNZ

Natürlich darf auch ein Foto mit LNY TNZ nicht fehlen 🙂

Paaspop with Dominik:Für mich war mein erster Besuch bei Paaspop ein toller Start in den Festivalsommer. Das detailverliebte Design des Festivals hat mich begeistert. Als Stage hat mich mir das Warehouse von Desperados am besten gefallen. Ein ganz normales Zelt, das von innen komplett mit Holz verkleidet war und als solches nicht mehr zu erkennen war, fand ich toll. Auch Attraktionen wie Minigolf oder ein Escape Room auf einem Festival haben mich begeistert. So was habe ich zuvor noch nirgends gesehen. Alles in allem kann ich das Paaspop Festival für einen Start in den Sommer nur empfehlen. Die Fahrt nach Holland lohnt sich 🙂

 

Paaspop with Hannah: Für mich persönlich war das Paaspop Festival ein grandioser Start in die Festivalsaison. Die Liebe zum Detail sowie die Vielzahl an Genres, die aufeinandergetroffen sind haben mich begeistert. Ich habe bisher kein Festival besucht, bei dem die Genres so verschieden waren. Das hat das ganze Spektakel unvergesslich gemacht. Besonders angetan war ich von der Organisation, denn es war wirklich alles perfekt organisiert. Ebenfalls war ich überwältigt, dass es eine Area gab, wo wir Besucher voll auf unsere Kosten kamen. Wir hatten sichtlich viel Spaß beim Mini Golf oder der Silent Disco. 🙂 Die Stage von Desperados hat mir, genau wie Dominik, am besten gefallen. Die Stardust Stage hat mich an meinen Tomorrowland Besuch im letzten Jahr erinnert. Definitiv ist der Besuch des Paaspop Festival für mich auch im nächsten Jahr ein Muss.