Am Pfingstsonntag haben wir uns auf den Weg zum Freshtival ins niederländische Enschede gemacht. Im folgenden Review erfahrt ihr, wie uns das Festival gefallen hat und was wir von einem Festivalgelände direkt am See halten:

Der Weg zum Freshtival

Gegen halb 3 machten wir uns auf den Weg zum Freshtival Festival in das niederländische Enschede. Ungefähr 2 Stunden und 200 km später waren wir am Ziel. Nachdem wir unser Auto auf dem Feld, auf welchem der Parkplatz lag, geparkt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Gelände. Das Parken kostete vor Ort 15 Euro.

Nach wenigen Minuten Fußweg waren wir auch schon am Gelände angekommen. Das Festivalgelände lag direkt an einem angrenzenden See. Der Check-In war für alle Besucher in zwei Etappen getrennt. Wir so oft üblich wurden zuerst die Tickets gescannt und danach ging es weiter zur Sicherheitskontrolle. Der ganze Einlass ging durch eine Vielzahl von Schleusen schnell von Statten. Deshalb entstanden keine langen Schlangen.

 

Gute Gastro bei Freshtival

Neben unseren Pressetickets haben wir noch einen kostenlosen Locker erhalten, was uns sehr gefreut hat. Das große Zelt mit den Lockern stand, wie auch die ersten Tokenbuden, direkt hinter dem Einlass. So konnten wir schnell unsere Sachen wegschließen und haben uns gleich mit Token eingedeckt. 3,5 Token kosteten bei Freshtival 10 Euro.

Auf dem Gelände gab es 2 größere Foodbereiche, in denen es größtenteils das typische Festivalessen wie Pommes, holländische Snacks, Pizza und Burger gab. Aber auch Dinge wie Sushi, die man nicht auf jedem Festival sieht, gab es bei Freshtival zu kaufen. Eine Pommes kostete 1,5 Token, ein Stück Pizza 2 Token und ein Burger 3 Token. Neben den beiden größeren Foodbereichen gab es auf dem Gelände verteilt immer wieder einzelne Stände, an denen man sich mit frischen Burgern oder Hot Dogs versorgen konnte. Da genügend Essensstände auf dem Gelände verteilt waren, musste wir auch nicht lange auf unser Essen warten.

Auch in Form von Getränken wurden wir bei Freshtival bestens versorgt. Die üblichen Softfdrinks wie Cola, Fanta und Eistee 0,25l kosteten 1 Token. Wasser gab es als 0,5l Flasche für 1,5 Token. Natürlich kostete das Bier auch nur 1 Token. Wer lieber Longdrinks trinken wollte, musste ein wenig tiefer in die Tasche greifen. So kostete ein Gin Tonic, Captain Morgan Cola oder Vodka-E 2,5 Token und eine Flasche Smirnoff Ice bekamen wir für 3 Token.

Freshtival Riesenrad

Eine Runde Riesenrad

Das Festivalgelände lag direkt am angrenzenden See, was für ein wirklich schönes Ambiente sorgte. So konnte man an einigen Stellen sogar zumindest mit den Füßen ins Wasser gehen, um sich eine kurze Abkühlung zu gönnen. Auf dem Campingplatz gab zusätzlich einen Bereich, der extra zum Schwimmen für die Campinggäste gedacht war.
Auf dem Gelände gab es einige spannende Dinge zu entdecken. So war zusätzlich zu den eigentlichen Stages ein Wohnwagen aufgebaut, in dem auch ein eigener DJ auflegte, wodurch hier der kleinste Club der Welt entstand.

Außerdem gab es neben vieler Grün- und Sandflächen direkt am Wasser auch verschiedene Sitzgelegenheiten. Vor dem Technozelt standen gemütliche Sofas, wo man Zeit zum Entspannen gefunden hat. Zudem wurden große Mülltonnen mit Kissen ausgelegt und zu Chill-Out Möbeln umfunktioniert.

Des Weiteren stand vor der Mainstage ein Riesenrad, auf dem man den perfekten Blick von oben auf das Festivalgelände hatte. Eine Fahrt kostete entweder 5 Euro oder 2 Token. Natürlich haben auch wir diese Möglichkeit genutzt und sind nach dem Sonnenuntergang eine Runde gefahren.

Nachdem die Sonne untergegangen war, erleuchtete das Gelände durch die vielen bunten Lichterketten in den unterschiedlichsten Farben. Ebenfalls haben die Lichterketten die Wege auf dem Gelände ausgestrahlt.

Freshtival kleiner Club

Bunte Bühnen und viel Abwechslung

Insgesamt elf verschiedene Bühnen haben uns an dem Tag auf dem Freshtival Festival erwartet. Die Mainstage bestand aus vielen geometrischen Elementen die hauptsächlich gelb, pink und lila waren. Durch ihre bunten Farben sah die Stage auch tagsüber super aus. Zudem waren einige Stellen der Stage noch mit Holzbrettern verkleidet um das Gesamtbild abzurunden.

Sowohl der Rebellenclub, als auch die Superbash Stage, auf der die Hardstyle Acts auflegten, waren große 6-Mast Zelte, die an den Seiten und hinten hinaus komplett offen waren. Die Bühne selbst bestand in beiden Fällen aus verschiedenen Layherelementen, die auf der Superbash Stage mit bunten Holzdekorationen verkleidet waren. Für uns machte die Stage den Eindruck, als sollte die Deko eine kleine Stadt im Hintergrund zeigen.

Die Grolsch Stage wurde von der Coen&Sander Show gehostet und stand ganz im Mittelpunkt ihrer Show. Die Stage war in einem großen durchsichtigen Zelt, das allerdings auch in diesem Fall wieder an den Seiten und hinten raus komplett offen war. An den Seiten der Decke befanden sich im Halbkreis um die Stage herum LED-Panels auf denen verschiedene Visuals, passend zur Show, zu sehen waren. Ein wenig erinnerte uns das Zelt an ein Gewächshaus.

Die Technostage lag in einem kleinen Waldstück, das für ein perfektes Ambiente zum Rave sorgte. Die Stage selbst war in einem großen Tipi-Zelt. In der kleinen Area selbst waren noch zahlreiche Sofas, die zum Chillen einluden. Außerdem liefen verschiedene Animateure durch die Gegend, um die Leute zu schminken oder mit ihnen zu feiern.

Eine weitere Stage bestand aus einer großen pinken aufblasbaren Kirche, aus der hauptsächlich Partymusik erklang und die durchgehend rappelvoll war.

Freshtival Riesenrad

Tolle Closing Show bei Freshtival

Unser Musikprogramm begann an diesem Tag mit einem Besuch der Hardstyle Stage, auf der gerade Sub Zero Project spielten. Mit ihren Tracks wie “Basstrain” oder “The Project” begann der Tag für uns schon zu früher Stunde mit ordentlich Action.
Weiter ging es für uns mit dem Set von Jay Hardway, der die Stimmung vor der Mainstage langsam steigen ließ. Die Menge begann zu feiern und die Tracks des jungen Niederländers sorgten für den Start in einen tollen Abend.

Auf ihn folgte Sean Paul, was für uns ein absoluter Pflichttermin war. Schließlich bekommt man Sean Paul nicht alle Tage live zu sehen, schon gar nicht auf einem Festival. Es war also eine kurze Pause von der elektronischen Musik an diesem Tag angesagt.
Allerdings spielte auch Le Shuuk zur selben Zeit im benachbarten Rebellenclub. So blieb uns nichts anders übrig als auch dort hin einen Abstecher zu machen. Die Eskalation der Einhornarmee durften wir nicht verpassen. Wie so oft hatte auch eine ordentliche Zahl an Le Shuuk Fans den Weg über die Grenze gefunden und die ersten Reihen waren voll von Fahnen.

Auch in der nächsten Stunde blieb uns nicht anderes übrig als zwischendurch die Stage zu wechseln. Den Anfang machten wir nach dem Set von Le Shuuk mit Kris Kross Amsterdam. Das Trio, welches wir bereits auf dem Kingsland Festival gesehen haben, sorgte mit ihrem unverwechselbaren 90s-Style für eine super Party. Zur gleichen Zeit spielte aber auch Bassjackers auf der Mainstage, was uns auch einen Besuch wert war. So wechselten wir zur Mitte des Sets die Stage.

Den Abschluss des Tages machte kein Geringerer als Steve Aoki auf der Mainstage. Da auf allen anderen Stages die Party so langsam beendet war, strömten die Mengen alle zur Mainstage und das nicht umsonst. Der verrückte Amerikaner riss die Stage zum Ende noch ein Mal komplett ab und natürlich flog auch wie üblich ein Kuchen in die Menge. Auch dem kürzlich verstorbenen Avicii wurde in seinem Set Tribut gezollt.

Allerdings war der Tag mit Ende des Sets von Steve Aoki noch nicht vorbei. Es wartete noch das Highlight des Tages. Die Closing Show. Die Show hatte ein klares Konzept und war eine Reise durch die letzten 10 Jahre Freshtival von Beginn an bis zum heutigen Tag. Eine Stimme erzählte die Geschichte des Freshtivals, untermalt von Musik und einer Vielzahl an Feuerwerk. Das Highlight war das Riesenrad, das auf einmal hinter unserem Rücken zu leuchten begann. Die ganze Menge drehte sich um. In jeder der Gondeln saß eine Person mit einer Leuchtfackel. Die Closing Show war ein würdiger Abschluss für diesen Festivaltag und wir machten uns auf unseren 200km langen Heimweg.

 

Freshtival with Dominik:

Das Freshtival Festival hat mir sehr gut gefallen. Vor allem die Lage direkt am See ist grandios und macht das Festival für mich besonders. Wo sonst kann man zwischendurch auch mal kurz ins Wasser gehen und sich abkühlen? Außerdem hat mir die Closing Show super gefallen. Extra für diesen Tag entwickelt, mit einem tollen Konzept, für einen schönen Tagesabschluss. Das leuchtende Riesenrad war dann noch der kleine WOW-Moment. Insgesamt kann ich das Freshtival Festival nur weiter empfehlen. Wer allerdings seine Zeit nur vor der Mainstage verbringt und sich dort zuhause fühlt, sollte sich bei einem eintägigen Besuch den Sonntag aussuchen, da die Mainstage an dem Samstag nur wenige Stunden geöffnet hatte. Aber vielleicht ändert sich auch das noch im nächsten Jahr und man kann beide Tage komplett vor der Mainstage feiern.

 

Freshtival with Hannah:

Auch mir hat das Freshtival sehr gut gefallen. Die Lage direkt an einem großen See machte das ganze Erlebnis außergewöhnlich, denn wer darf schon behaupten er habe mit Blick auf einen See gefeiert? Des Weiteren war das Gelände auch mit Liebe zum Detail gestaltet. Überall wo man nur geschaut hat, waren süße kleine Details die ins Auge gestochen sind! Besonders gut hat mir das Riesenrad mit Blick auf die Mainstage gefallen sowie die Technostage, die in den angrenzenden Wald hinein gebaut war. Die Abschlussshow mit einem gigantischen Feuerwerk sowie einer großen Lasershow war mein persönliche Highlight des Tages auf dem Freshtival. Ich werde im nächsten Jahr definitiv wieder kommen und kann einen Besuch auf dem Freshtival auch wirklich nur jedem wärmstens ans Herz legen!